Tennisarm/Golferarm (-ellenbogen)

Was ist das?

Ein schmerzhafter Reizzustand von Muskel-/Sehnenansätze der Finger und des Handgelenkes an einem Knochenvorsprung des Ellenbogengelenkes, speziell beim Tennisarm für die Strecker am äusseren und beim Golferarm für die Beuger am inneren Knochenvorsprung.

Woher kommt es?

Meist führen einseitige Überbeanspruchungen der Muskulatur von Finger/Handgelenk und Unterarm (beim Tennisarm eine ständig wiederholte Aktivierung der Finger- und Handgelenksstrecker bei gleichzeitig angespannt gestreckter Haltung des Handgelenkes sowie beim Golferarm der Fingerbeuger bei gleichzeitig angespannter Handgelenksbeugehaltung) zu Mikroläsionen der Muskel-/Sehenansätze und deren schmerzhaften Folgezustände.

Welche Beschwerden?

Charakteristisch ist die genaue Schmerzangabe über dem äußeren Knochenvorsprung am Ellenbogengelenk mit Ausstrahlung in die Unterarmaußenseite bei Belastung (Tennisarm) bzw. über dem inneren Vorsprung mit Ausstrahlung in die Unterarminnenseite bei Belastung (Golferarm).

Was tun?

Im Vordergrund steht eine mindestens 6 Monate anhaltende nicht operative Stufentherapie, welche in 80 bis 90% erfolgreich ist. Dieses Regime umfasst z. B. die Vermeidung schmerzauslösender Belastungen, die Einnahme von Schmerzmitteln (sog. Rheumamittel), die lokale Kühlung, spezielle Dehnungsübungen, lokale Massagen, das Tragen von Bandagen/Spangen, die lokale Kortison-Injektion oder Ultraschall- und Stoßwellentherapie. Bei Therapieresistenz kann ein operatives Verfahren mit Muskelentlastung durch lokale Verlängerung der betroffenen Muskel-/Sehnenansätze mit gleichzeitiger Therapie der Schmerzfasern erfolgen.

Wussten Sie schon?

Microsoft warnte 1980 seine Kunden: „Die übermäßige Maus-Nutzung kann krank machen!“ – Das ständige Klicken mit der Maus oder Tippen auf der Tastatur kann sich zum sog. –„Maus-Arm“ oder der Sekretärinnenkrankheit (identisch mit dem Tennisarm) entwickeln.

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